Emotionales Essen: Frust oder Genuss?

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Ca. jeder zehnte Mensch leidet heute an einer Form von Angststörung. Emotionales Essen ist eine kurzzeitige Frustbremse. Den vielen Suchtmitteln in unserer täglichen Reichweite sei dank. Zucker, Alkohol, Schokolade und hochkalorische Nahrungsmittel stehen bereit, wenn das suchende Gehirn danach verlangt. Lies weiter, wenn Du erfahren willst, welche Schritte es braucht, um die Emotion hinter dem Essen zu erkennen und loszulassen.

Im letzten Artikel über Süchte ließ ich Dich teilhaben, wie diese sich im limbischen System des Gehirns verankern. Durch Stress in der Vergangenheit und immunologische Faktoren kann das emotionale Zentrum ganz schon ins Rudern kommen. Die Auswirkungen auf das alltägliche Essverhalten sind enorm. Ob Du nun eher tendierst, Mahlzeiten aus einem bestimmten, züchtigendem Grund auszulassen oder nach bestimmten Substanzen ´craven´(engl. für sich sehnen, lechzen, flehen) und zu Übergewicht neigen – der Mechanismus des emotionalen Essens ist in Dir bereits angelegt.

Wie entsteht emotionales Essen?

Stell Dir vor, dieses Muster der Moderne wäre in der Evolution des Menschen von Anfang an verankert gewesen. Nach tagelanger Jagd isst ein Mitglied der Sippe unserer Vorfahren den anderen alles weg, um seine Sorgen zu überwinden. Dieser eine Kollege hat wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben, da er das Überleben einer ganzen Gruppe gefährdet.

Heute haben wir diese Probleme nicht mehr, dass nach Essen gesucht werden muss. Heute haben wir uns vorwiegend mit dem sinnlosen Überfluss zu konfrontieren, welcher vor unserer Nase unglaubliche Dimensionen annimmt.

Im Stress fällt die richtige Entscheidung schwer. Deswegen bewegen wir uns marionettenhaft auf für uns schädliche Dinge zu – mit dem Wissen, dass diese uns nicht gut tun. Kurzfristig kein Problem für einen gesunden Körper. Langfristig verbunden mit Folgeschäden und merklichen Veränderung der Körperzusammensetzung und des mentalen Zustandes. Es gibt sie wirklich, die konstante Verblödung durch Essen. Vor allem der exzessive Konsum von Kohlenhydraten setzt Körper und Geist zu.

Hast Du Probleme, Deinen Alltag zu strukturieren und Deine Aufgaben gerecht zu werden? Verlierst Du die Übersicht und verzettelst Dich häufig? Fehlen Dir Phasen der Entspannung und Ruhe?

Wenn diese nervöse Anspannung über Wochen anhält und mit körperlichen Symptomen wie Tinnitus, Schlafstörungen und Herzrhythmusstörungen einhergeht, ist es an der Zeit, sich Hilfe zu holen.

Im Coaching erfahre ich oft, dass Wut und Frust der betreffenden Person dazu führt, einschlägige Muster zu wählen. Diese findet sich oft mit der Hand in einer Lade oder einem Regal wieder, wo die Süßigkeiten zur Belohnung gegen die Nervosität liegen. Tägliche Schokolade nach dem Essen beschreibt dies ganz gut. Es wird zur Routine.

Hauptauslöser für Nervosität und beständige, innere Unruhe sind Reizüberflutung sowie körperliche oder seelische Überlastung, beispielsweise durch Probleme im Job, finanzielle Sorgen, Konflikte in der Partnerschaft oder Familie.

Die Betroffenen wirken auf ihr Umfeld oft hektisch, fahrig und leicht reizbar. Typisch ist es auch, dass sie ihre innere Unruhe auf andere übertragen und es auf diese Weise zu erheblichen Spannungen im zwischenmenschlichen Beziehungsgefüge kommt. Und wieder ist nicht das Essen das Problem sondern nur ein Symptom. Es ist das Muster dahinter, warum es überhaupt dazu kommt, dass wiederholt im Übermaß gegessen wird.

Essstörungen sind in unserer Gesellschaft ein weitverbreitetes Phänomen. Dabei spielen Magersucht und Bulimie eher im jüngeren Lebensalter eine Rolle. Übergewicht betrifft dagegen Menschen aller Altersgruppen.

– Dr. med. Lutz Bannasch

Wenn die Nahrungsaufnahme zu einem Zwang wird und über längere Zeit das Bedürfnis besteht, immer mehr zu essen, so kann sich – langsam aber doch – eine Esssucht einschleichen.

Im Zuge meiner Entwicklung durfte ich feststellen, dass ich mich aufgrund von Stress chronisch überaß, obwohl ich nach außen sogar Masse abnahm. Heute weiß ich ganz genau, dass ein unzureichende Darmfunktion (Fehlbesiedelung durch schädliche Bakterien mit Leaky Gut und einer Nebennierenschwäche) und Entzündungen gepaart mit emotionalem Stress pures Gift für das Gehirn sind.

Diese Zusammenhänge findet man als betroffene, schwer gestresste Person nicht wirklich heraus, auch wenn man vom sogenannten ´Fach´ ist. Das kann sogar recht hinderlich sein. Von Betriebsblindheit hast Du sicher schon gehört.

Löse deine Emotionalen Blockladen auf!

Emotionales Essen und Lösungen durch neues Verhalten

Es ist schon oft genug bestätigt: Gewohnheiten, seien sie auch wie eingemeißelt, lassen sich verändern. Was braucht es also dazu, damit Du erfolgreich bist?

  • Motivation

    Menschen müssen nicht motiviert werden, sie sind es bereits …

    Ein einfacher Weg zur Selbstmotivation ist es, sich auszumalen, wie es sich anfühlt, wenn Du frei und Herr/Frau im eigenen Haus (Ihrem Körper) bist. Der Geist beginnt, der Körper fügt sich. Ein Blatt Papier eignet sich dazu vorzüglich.

  • Kleine Schritte – tiny gains
    Für mich die wichtigste Regel, da Du Dir damit bewusst wirst, wie sich Deine Gedanken in Beschäftigungen verzetteln. Führe immer nur alle 3 Tage ein neues Verhalten ein und werde Dir über dieses Motto über den Tag mehrmals in sitzender Ruhe mit geschlossenen Augen kurz oder lang bewusst. So integrierst Du dieses und halten die Fahne hoch.
  • Selbstregulierung
    Achtung! Die Gefahr der Ablenkung und Zerstreuung lauert hinter jeder Ecke. Was machst Du, wenn etwas Deine Pläne durchkreuzt und die Versuchung zu sehr lockt?
    Ganz einfach (*lach*): Du entwickelst Gegenstrategien! Statt Kaffee und Kuchen gibt es einen Spaziergang zu einer frischen Wasserquelle. In akuten Stressphasen sorgst Du mehrmals täglich für Momente der Entspannung – auch wenn diese nur kurz und einige Minuten sind. Sitzen und atmen geht immer! So kommt auch das authentische Lachen wieder zurück in Dein Gesicht.
  • Belohnung
    Schon früh lernen die kleinen Kinder: Gutes wird belohnt, Schlechtes nicht gutgeheißen. Dieses Prinzip motiviert uns auf feiner sanften Art und Weise – wenn es nicht in Bestrafung endet – Leistung zu erbringen und im Leben erfolgreich zu sein. Belohne Dich für Deinen Mut zur Veränderung: Nach einem Monat Essenumstellung gibt es einen Kinobesuch oder einen Nachmittag in der Therme.
  • Bleib am Ball
    Phasen des Selbstzweifels und der Frustration sind normal und halten Dich auf Deinem Erfolgsweg nur kurz auf und erinnern Dich an alte Zeiten. Bleib dran und mach weiter. Du willst schließlich vorankommen und nicht immer wieder zurückfallen – nehme ich zumindest stark an?

Löse deine Emotionalen Blockladen auf!

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Michael
Michael

ist aus Berufung Gesundheitscoach und Speaker mit ehemaliger, langer Leidensgeschichte. Angst, Panik, Süchte, Darmprobleme und Energielosigkeit standen an der Tagesordnung. Dadurch kam die Außeinandersetzung mit funktioneller Medizin, Emotion, Mentaltraining und Spiritualität zustande, was ihm Schritt für Schritt das Leben zurückgab. Und noch vieles mehr. An diesen Erkenntnissen lässt er Dich nun liebend gerne teilhaben, um Dir Mut am Weg in Dein volles Potential zu machen.