Buchtipp: "Etwas mehr Hirn, bitte" | Gerald Hüther

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Ich empfehle dieses Buch aus dem ganz einfachen Grund, weil es mir derartig aus dem Herzen spricht und ich es als Bereicherung für jeden Menschen auf dieser Welt sehe.

Wie hier Neurobiologie und die menschliche Beziehungskultur zusammengebracht werden, ist purer Genuss und lädt ein, das eigene Sein und Tun grundlegend zu überdenken und neu zu strukturieren. Hier ein paar Ausschnitte:

Lebende Systeme erfinden sich selbst immer wieder neu im Prozess ihres eigenen Werdens. Wettbewerb ist nicht die Triebfeder von Weiterentwicklung, sondern zwingt lebende Systeme lediglich zu fortschreitender Spezialisierung. Und somit zum Wettbewerb.

Das gilt für Menschen, die sich als Jäger & Sammler in einer Welt von Viehzüchtern und Ackerbauern zurechtzufinden versuchen, oder für heutige Erwachsene, die nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind und sich in die Welt von “Digital Natives” vorwagen.

Das Besondere der Hirnentwicklung bei uns Menschen im Vergleich zu anderen Säugetieren ist die Langsamkeit, mit der sie sich schon während der vorgeburtlichen Phase vollzieht. Diese Entschleunigung  führt zu einer Verlangsamung des gesamten Entwicklungsprozesses.

Diese Erkenntnisse führen idealerweise zu Bewusstheit und der Möglichkeit zu pro-aktiver statt reaktiver Haltung. Gerald Hüther schreibt in seinem neuesten und sehr direkten Buch über die heute gängige Subjekt-Objekt Beziehung zwischen Menschen, die sich selbst zu Maßnahmen gebrauchen, um sich zu bereichern.

Etwas mehr Hirn, bitte: E ...von Gerald Hüthermehr Details
Er bringt auch Möglichkeiten, diese tiefe, in uns geglaubte Realität zu verändern, indem wir unser Gehirn so benutzen, wie es zu dem geworden ist: durch Erfahrungen in einer lebendigen Gemeinschaft und in wechselseitigen, ständigen Beziehungen, die unsere Potentiale fördern und zu Tage bringen.

Durch die scheinbaren Befriedigungen im Außen wird dieses Meisterwerk der Natur allerdings fehlgeleitet und orientiert sich an alten Glaubenssätzen, die transgenerationell überliefert und gelebt werden. Ob wir wollen oder nicht, diese inneren Überzeugungen sind die Ursachen jedes Konflikts und Krieges. Dies kann deutlich erklärt werden und wird anhand einfacher Erklärungsmodelle anschaulich gemacht.

Noch nicht überall, aber vor allem dort, wo so viel Wissen verfügbar ist, wo die schlimmsten exestientiellen Bedrohungen weitgehend überwunden werden konnten und wo Menschen Gelegenheit hatten, aus ihren eigenen Fehlern zu lernen, ist es möglich geworden, diesen Prozess, der uns selbst hervorgebracht hat, nicht nur zu erkennen, sondern ihn nun auch gemeinsam zu gestalten.

Doch wir haben es selber in der Hand. Alleine diese schöne Erkenntnis macht Mut wie ich meine …

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Michael
Michael

kam über die Physiotherapie zur klinischen Psycho-Neuro-Immunologie. Die eigene Geschichte veranlasste ihn, immer tieferes Verständnis über Geist, Emotion und Nahrung zu erleben und danach herzoffen weiterzugeben. Als "GEN-Schalter" schreibt und inspiriert er hier und öffentlich, um Mut für gesunden Erfolg und selbstbestimmte Freiheit zu machen.