Warum Protein essentiell für Darmgesundheit ist

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Protein ist Struktur. Muskeln, Bänder, Kapsel, Sehnen, Organe … ja, auch der Darm und das Gehirn – all das ist aus Eiweiß gemacht. Doch die wenigsten wissen, dass auch das Immunsystem mit Proteinen arbeitet. Sogenannten Immunglobulinen. Diese sind unter anderem bekannt als IgA, IgM, IgG/G4. Diese wollen gefüttert werden. Isst Du ausreichend Protein?

Im Zustand eines überaktiven Immunsystems kommt es also vor, dass mehr Protein als sonst benötigt wird. Der sogenannte Protein-Turn-Over ist höher als im Ruhezustand. Wenn z.B. chronische Entzündungen an der Tagesordnung stehen, braucht der Körper mehr Substanz, um neue Zellen zu bilden, da der Entzündungsprozess diese einfordert und viele Opfer gebracht werden müssen. Sind diese Proteine nicht vorhanden, zieht sie das Immunsystem aus den körperlichen Strukturen ab. Mit anderen Worten: Die Muskeln werden immer weniger und auch die Stabilität der Gelenke schwindet, da auch Kapseln und Bänder als Substrat dienen.

Vielleicht hörst Du daraus schon den Hinweis, dass Gelenkprobleme nicht immer nur mit „unzureichender Schmierung“ zu tun haben, sondern die langfristige Folge eines überaktiven Immunsystems sein können.

Welche Rolle spielt Protein in der Ernährung?

Das kann auch passieren, wenn Du einer Low Carb Ernährung folgst, nicht ausreichend Fett statt den bösen (Ironie) Kohlenhydraten isst und dann der Körper auf das Notprogramm umsteigt, und u.a. muskuläres Eiweiß als Energielieferanten hernimmt, um über die Runden zu kommen.

In beiden Fällen gibt es langfristig großen Stress im Superkomplex Mensch, wenn nichts daran verändert wird. Wir können einige Zeit ohne ordentlicher Nahrung auskommen, doch irgendwann schreit der Körper wieder nach Nährstoffen. Wenn Protein, und deren kleine Bausteine, – die Aminosäuren – fehlen, dann kann langfristig der Erhalt der körperlichen Struktur (dazu zählt auch das Gehirn) nicht mehr gewährleistet werden. Außerdem leiden Enzyme, Neurotransmitter und Co.

Neurotransmitter sind u.a. Endorphine, Dopamin, Serotonin, Melatonin und GABA. All diese –in´s haben mit Protein zu tun und sind die Folge von verstoffwechselten Aminosäuren. Schlafstörungen, Energiemangel und Stimmungsprobleme bis hin zur Depression sind zumeist die Folge von längeren Entzündungen und dem Raubbau an dem Ausgangsmaterial (=Protein) dieser so wertvollen Stoffe für das Gehirn.

Daraus entsteht ein künstlicher, chronischer Energiemangel. Und nun kommt es ganz dick:

Du bist süchtig nach Kohlenhydraten

Dieser Energiemangel wird dann insofern kompensiert, als dass das Gehirn schnelle Energie benötigt. Wie eine Marionette greifst Du dann zu den Süßigkeiten, den schnellen Kohlenhydraten, bekannt als Müsli, Brot, Nudeln, Pizza, Reis und Kartoffeln. Und das Gemeine daran ist: Es funktioniert. Leider nicht ohne Nebenwirkungen. Diese Cravings tragen unerwünschte Früchte:

Dieser überzuckerte Zustand führt nicht selten zu Übergewicht und beständig wird nun Muskelmasse gegen Körperfett eingetauscht. Die Tatsache, dass wir Menschen ab dem 30.Lebensjahr konstant Muskelmasse verlieren und bis im Alter von 70 davon bis 30-40% abbauen (bei nicht adäquatem Gebrauch) zeigt auf, dass dieser Zustand höchstbedenklich ist.

Doch das Schöne daran wiederum ist: Das alles ist veränderbar!

Warum gerade ich das weiß?

Neben der wissenschaftlichen Recherche habe ich Teile davon selbst erlebt. Bei mir ging es allerdings so weit, dass ich aufgrund von zu wenigen Kohlehydraten im Vergleich zur sportlichen Betätigung und wegen meiner Schwäche im Darm unfähig war, das Gleichgewicht im Körper aufrecht zu erhalten. Ich nahm stetig Gewicht ab und merkte, wie meine mentale Situation sich zunehmend verschlechterte. Ich wurde unflexibel in meinem Verdauungsverhalten und meine Nebennieren bekamen durch den Unterzucker einen großen Schock.

Als ich neben Omega 3, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen noch begann, Protein in Form von Shakes zu konsumieren, änderte sich in kurzer Zeit vieles zum Positiven: Mein Darm beruhigte sich merklich, ich konnte wieder schlafen, mir Dinge merken und vor allem ging es mit der Tagesenergie bergauf. Interessanterweise „musste“ ich mich nicht mehr so viel bewegen, was zeigte, dass ich meine glücklich machenden Endorphine erst durch intensive, sportliche Reize erhielt und in Ruhe mir schwer tat, wirklich ruhig zu sein, bzw. einfach komplett erschöpft war.

>> Mehr Info? So steigerst auch Du Dein Wohlbefinden mit Eiweiß

Dr. Julia Ross schreibt in ihrem Buch „The Mood Cure“ (deutsch: „Was die Seele essen will“) ganz genau auch, wie dann das Verlangen nach Suchtmitteln steigt, welche die fehlenden Neurotransmitter ausgleichen sollen. Alkohol (auch als Kompensation der zu wenigen Kohlenhydrate), Zucker, Schokolade und Kaffee stehen ganz oben auf der Liste. Ich bin froh, mittlerweile hochprozentig davon frei zu sein. Gerade bei Kaffee fällt mir stark auf, welches Suchtpotential dieser hat. Hin und wieder darf das natürlich sein. Das handhabst Du am besten so, wie es für Dich gut ist.

Dazu führt Julia Ross auch ein geniales Protokoll auf, wo mittels Fragebögen erkannt werden kann, wo die Schwächen auf Neurotransmitterebene liegen und wie ausgeglichen werden kann. Am Ende des Artikels gibt es den Link dazu.

Ich bin vegan/vegetarisch – was nun?

Bist Du das wirklich? Nebst ethischen Gründen ist es heute sehr oft die eigene, mangelnde Proteinverdauung, welche Menschen veranlasst, Fleisch und Fisch von ihrem Speiseplan zu streichen. Ist es wirklich schon soweit und Symptome treten auf, lässt dies auf die Tatsache schließen, dass entweder Unverträglichkeiten bis hin zu nicht ausreichender Menge an Magensäure und Dünndarm-Fehlbesiedlungen als Ursache in Frage kommen.

Je nach Typ kann es vorkommen, dass Menschen lange Zeit viel zu viele raffinierte Kohlenhydrate essen und so die Bauchspeicheldrüse massiv belasten. Diese produziert auch die aufspaltenden Enzyme für Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate (-> Zucker). Die Bauchspeicheldrüse wird auf die Spaltung von vorwiegend Zucker getrimmt. Das hemmt die Bildung der anderen Enzyme. Dadurch entsteht ein Missverhältnis an Magensäure.

Probleme mit saurem Aufstossen?

Nicht selten ist saures Aufstoßen eine Folge von eben zu wenig Magensäure! Werden dann Blocker für Magensäure als Medikament gegeben, kann es zu wirklichem Chaos führen. Auch der pH-Wert verändert sich dadurch und lässt kein normales Verdauungsverhalten mehr zu. Alle möglichen Reaktionen sind dadurch möglich, da das natürliche Umfeld im Darm verändert wurde. Hier kann durch eine umfassende Diagnostik und Beratung und einem Strategieplan zur Regeneration von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse vieles an Leiden abgekürzt und behoben werden.

Du merkst schon, auf was ich hinaus will: Es ist nicht normal, dass der Mensch kein oder nur wenig Protein verdauen kann. Als Allesesser ist potentiell die Möglichkeit da, auch tierisches Eiweiß zu verwerten und dies kann auch wieder gelernt werden. Wenn Du es Dir aber nicht vorstellen kannst, dass Du zuerst die Zusammenhänge verstehst und danach handelst, gibt es auch die Möglichkeit, nachzuhelfen und u.a. mit isolierten Aminosäuren und Proteinshakes zu arbeiten. Nichts desto trotz wirst Du die Kohlenhydrate einschränken müssen und merken, wie einfach es ist, Gewicht zu verlieren und wieder klarer im Kopf zu werden.

>> Mehr Info? So steigerst auch Du Dein Wohlbefinden mit Eiweiß

Nicht selten höre ich von einst radikalen Vegetariern und Veganern, dass sie es einfach nicht mehr ausgehalten haben, ohne tierischem Protein zu leben und sogar schon von einem Steak geträumt haben. Und das nennt man nicht mentale Schwäche, sondern ein klares Zeichen aus dem eigenen Körper! Die Struktur behälst Du lieber bis ans Ende Deines Lebens so gut wie möglich, pflegst das Gehirn, bewegst Dich ausreichend in der Natur und lässt neben dem Genuss auch Spaß und Spiel nicht zu kurz kommen.

Was die Seele essen will: ...von Julia Rossmehr Details

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Michael
Michael

ist aus Berufung Gesundheitscoach und Speaker mit ehemaliger, langer Leidensgeschichte. Angst, Panik, Süchte, Darmprobleme und Energielosigkeit standen an der Tagesordnung. Dadurch kam die Außeinandersetzung mit funktioneller Medizin, Emotion, Mentaltraining und Spiritualität zustande, was ihm Schritt für Schritt das Leben zurückgab. Und noch vieles mehr. An diesen Erkenntnissen lässt er Dich nun liebend gerne teilhaben, um Dir Mut am Weg in Dein volles Potential zu machen.