So verlierst Du die Angst vor der Angst

Angst
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In Zeiten der Angst spielt uns das Gehirn irgendwelchen alten, konditionierten Müll vor, welchen wir nicht einzuordnen vermögen. Das macht noch mehr Angst. Und vielleicht sogar lähmende Panik. Dazu möchte ich Dir eine kleine Geschichte erzählen!

In Retreats leben Menschen in einem besonderen Rahmen für Tage oder Wochen und geben sich einem angeleiteten System hin, welches meist mit Atmung, Meditation, Ernährung und Bewegung zu bestimmten Themen in Gruppen oder alleine zu tun hat. Meistens finden solche Events irgendwo in den Bergen oder am Meer statt. Diese Kombination aus natürlichen Reizen führt bei den meisten Teilnehmern recht rasch dazu, dass sie an ihre eigenen, meist einschränkenden Themen kommen. Dies dauert in der Regel 2-3 Tage. Die Selbstregulation beginnt.

Die Angst taucht auf

Keine Ablenkung mehr von außen, der Alltag ist nicht mehr da und schon taucht man ein in die ganz eigene Geschichte. Doch wie viele Menschen nehmen sich wirklich diese Zeiten regelmäßig in gewohnter Umgebung? Ich darf mir die Frage gleich selbst stellen. Ich versuche, zumindest einmal im Jahr eine längere, derartige Auszeit zu nehmen und merke wie es ein wesentlicher Teil von mir wurde. Doch die tägliche Praxis macht es aus! Die tägliche Auseinandersetzung mit seinen Dämonen. Klingt anstrengend, doch mit der Zeit wirst Du dafür belohnt und es macht (meistens) wirklich Spaß.

“Der Weg zum Ursprung” der Angst

Eine wirklich prägende Erfahrung habe ich in der kräftigen Natur der spanischen Pyrenäen hinter mir. 2011 gab es ein Pilotprojekt von Dr. Leo Pruimboom mit dem Namen Study of Origin , basierend auf einer wissenschaftlich angelegten Studie zum Thema Schilddrüsenfunktion und deren Rolle in der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI). Um ein wenig auszuholen: Anhand eines zehntägigen Aufenthaltes in der Natur, wo wir versuchten zu leben, wie unsere Vorfahren, uns steinzeitlich ernährten (so gut es ging), unter freiem Himmel schliefen, trotz enormer Hitze mit schwerem Rucksack viele Kilometer bergauf und bergab hinlegten und in einer zehnköpfigen Gruppe lebten, die sich gegenseitig unterstützen musste, sollte gezeigt werden, wie immunologische Parameter sich verändern und wie ein Anstieg der Körpertemperatur durch Hitze und Bewegung sich positiv auf viele Prozesse im menschlichen Körper auswirken. Durchschnaufen! Darüber hinaus gab es auch die starken Temperaturschwankungen, die das System Mensch flexibel halten sollten.

Gesund scheint der zu sein, der im Winter (Kälte) mit dem Hund über das Feld marschiert (Bewegung), am besten nüchtern (negative Energiebilanz) und danach heiß duscht (Hitze-Stress Antwort). Es scheint, als ob die Natur nicht wollte, dass wir krank werden.

– edubily

So weit so gut. Als spontaner Teil dieses Projekts merkte ich schon bald, wie sich Emotionales von ganz tief an die Oberfläche machte. Körperliche Beschwerden, wie meine damals hochpräsenten Extraschläge des Herzens nahmen zu und ich hatte das Gefühl, es nicht mehr auszuhalten. Ich war überrascht! In der schönsten, natürlichen Umgebung fühlte ich mich derart schlecht, dass es mir ganz Angst und Bange wurde. Noch mehr. An felsigen Gumpen, gefüllt mit grünem Wasser stand ich plötzlich da und es kamen mir Gedanken, die mich erstarren ließen: „Was, wenn ich nicht mehr da wäre? Wenn ich mich umbringe, wen kümmert das schon? Ist es nicht egal, ob ich lebe oder nicht?“

Ich war selbst so erschrocken von den Dingen, die in mir hochfuhren, dass ich sie bei mir behielt und gut kaschierte. Wie schon lange Zeit zuvor im Leben. Ich kehrte zur Runde zurück und wir verbrachten den Abend zusammen. Am nächsten Tag kurz nach Aufbruch gab es dann kein Halten mehr. Ich musste mich den Symptomen des Herzens hingeben und brach weinend zusammen. Kein Ausweg mehr. Ich war am Punkt.

Die Angst vor der Angst legt sich

Der ganze Schmerz kam zum Vorschein. Alles bröckelte von mir ab und ich wusste Nichts mehr. Glücklicherweise wusste dafür mein damaliger Mentor umso besser, was in solchen Situationen zu tun ist. Wir bogen ab und landeten in einem kleinen Stall mitten auf einer Weidefläche. Ich bekam Fragen gestellt, die mich und meine alten Überzeugungen betrafen. Meine Story wurde aufgerollt und ich erzählte. Ich lauschte auch den Geschichten. Ich erinnerte mich wieder und bekam treffende Hinweise. Plötzlich konnte ich wieder klar sehen. Ruhe kehrte ein. Das Herz beruhigte sich auch. Ich entspannte mich und hatte keine Angst mehr vor der so schrecklichen, einschränkenden Angst. Ich kam im Jetzt an.

Das Herz und die Angst

Mein liebes Herz. So lange musste es leiden und signalisierte es mir deutlich. Nur ich handelte nicht danach. Dies war nicht leicht zu nehmen. Zu akzeptieren, dass ich gegen meine Natur lebte half mir nun die reine Natur. Wir kamen wieder näher zusammen. Ein erleuchtender Moment. Ich spürte, wie ich wieder kräftig wurde und der Sinusrhythmus sich stabilisierte. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön dieses Gefühl ist, wenn das Herz stabil schlägt … nach all diesen Jahren des Anti-Rhythmus. Über Stunden, Tage, Wochen und nun mittlerweile Monate und Jahre. Heute weiß ich: Wie im Innen so im Außen, wie im Außen, so im Innen. Ich wählte ein unrhythmisches Leben in Exzess und Aufregung, mit Adrenalin und Süchten. Das freut kein Organ auf lange Sicht. Angst ist fast logisch, ja notwendig!

Mein vegetatives Nervensystem war überfordert und überladen. Es bekam Angst vor mir. Und ich Angst vor der Angst. Und verstand es zum Teil trotzdem noch nicht als Botschaft. Was mir als Ausrede überblieb war, dass ich mir nicht mehr vertrauen konnte. Somit war ich aus dem Schneider. Aber ich lernte mit der Angst umzugehen, sie zu akzeptieren und zu beobachten, auch wenn es zum Teil eine Qual war und viel an Lebensqualität nahm. Schritt für Schritt konnte ich ihr nicht mehr so viel Bedeutung zumessen, sie nicht mehr zum zentralen Punkt meines Lebens machen. Auch wenn sie natürlich versuchte, ständig und hartnäckig präsent zu bleiben und zu stören, ich erkannte die Signale immer besser und handelte danach.

Lerne, Deine Angst zu nutzen

Angst ist ein Symptom. Neben dem evolutionär sinnvollem Charakter, die das Überleben sichert, schränkt das Gefühl der Angst in allen Facetten das Leben massiv ein. Durch das Lösen der emotionalen Blockaden dahinter öffnen sich neue Türen. Dazu kommt in Zukunft mehr auf diesem Blog. Abonniere meinen Newsletter (Gratis Guide für einen Reizenden Darm inkl.) oder gehe mit mir direkt in Kontakt, falls Du auch irgendwo in der Zwischenwelt gefangen bist. Am Anfang steht immer die Entscheidung sich der Angst zu stellen. Daran führt kein Weg vorbei, auch wenn es schmerzhaft sein kann. Nur Mut!

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Michael
Michael

ist aus Berufung Gesundheitscoach und Speaker mit ehemaliger, langer Leidensgeschichte. Angst, Panik, Süchte, Darmprobleme und Energielosigkeit standen an der Tagesordnung. Dadurch kam die Außeinandersetzung mit funktioneller Medizin, Emotion, Mentaltraining und Spiritualität zustande, was ihm Schritt für Schritt das Leben zurückgab. Und noch vieles mehr. An diesen Erkenntnissen lässt er Dich nun liebend gerne teilhaben, um Dir Mut am Weg in Dein volles Potential zu machen.