So ist Schlaf erholsam

Schlaf
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Ausreichend Schlaf ist ein heiliges Gut. Nicht nur, dass die Stimmung des gesamten Tages davon abhängt, auch braucht ihn jede Zelle um zu regenerieren und aufzubauen. Die Probleme mit dem Schlaf nehmen zu. Einschlafstörungen und Durchschlafschwierigkeiten stehen an der Tagesordnung. Chaos im System lässt keine vernünftige, natürliche Erholung zu.

Wie gut ist Ihr Schlaf?

Wenn wir kleine Kinder beobachten, wie diese tief und fest oft zwölf Stunden durchschlafen (dieses Beispiel gibt es gerade bei uns zuhause), dann ist es faszinierend und unfassbar zugleich, wie sehr die Kleinen versunken sind. Weder ein lautes Geräusch, noch das Berühren und Positionswechseln weckt sie auf.

In der Entwicklung zum erwachsenen Menschen wird schlechte Schlafqualität zum Teil als normal angesehen. Ist es aber nicht. Es gibt immer Ursache und Wirkung. Wenn das Immunsystem chronisch aktiv ist, gibt es mehr Notwendigkeit zu schlafen. Oder Du hast im ungünstigsten Fall keine Energie mehr dazu. Dann ist Feuer am Dach, da die so wichtigen, nächtlichen Reparaturmechanismen an der DNA und den Zellen nicht mehr bewerkstelligt werden können.

Folgende Faktoren können für Deinen schlechten Schlaf verantwortlich sein:

  • Chronischer Stress und Überlastung
  • Probleme mit Darmgesundheit
  • Falsche Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten
  • Mikro- und Makronährstoffmängel
  • Abendliches Bildschirmlicht (PC, Smartphone, Tablet) und Fernsehen
  • Kaffee
  • Regelmäßig Alkohol, vor allem abends

Wenn eine oder mehrere Zustände auf Dich zutreffen, kannst Du erholsamen Schlaf vergessen. Alleine die Tatsache, dass das Gehirn am Abend nicht zur Ruhe kommt verhindert, dass die Information des Tages ausreichend verarbeitet werden kann.

Symptome von schlechter Schlafqualität sind:

  • Müdigkeit, vor allem morgens und über den Tag mit Einbrüchen nach dem Essen
  • Energielosigkeit
  • Gedächtnisschwierigkeiten
  • Verdauungsprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme
  • Heißhungerattacken
  • Unlust auf Bewegung

Findest Du Dich auch hier wieder, kann gerne mal das eigenen Schlafverhalten und die abendliche Routine unter die Lupe genommen werden.

So verbesserst Du Deine Schlafqualität

Eine kurze Reise:

Abends nach dem Essen geht die Sonne unter. Du sitzt entspannt vor dem Lagerfeuer und ihr erzählt euch Geschichten und geht den Tag nochmals durch. Du lauschst dem Knistern und genießtdie Wärme. Du fühlst Dich mit den Menschen um Dichherum vertraut. Langsam wirst Du müde und die Augen sind schwer. Du erhebst Dich und gehst zu Deinem Schlafplatz. Gemütlich schläfst Du mit einem Lächeln ein und bist dankbar für alles, was ist.

So kann ein Abend aussehen.

Doch die Realität ist oft anders. Vor allem in den mitteleuropäischen Haushalten und dem ständigen Beschäftigt-sein. Somit hier einige Möglichkeiten, wie Du Dir die Lagerfeuerstimmung ins Bett holen. Denn zu langes Aufbleiben, vor allem über Mitternacht, wirkt sich erheblich auf das Befinden aus. Der eigene Biorhythmus kann folgend trainiert werden:

  • Meditation
    Alleine das bewusste Atmen vor dem Schlaf (fünf Sekunden ein, fünf Sekunden aus) für zehn Minuten lässt die körperlichen Systeme runterfahren. Angenehme Musik unterstützt den Prozess. Auch schon morgendliche Ruhe und Tagesroutine ist entscheidend für den Verlauf des ganzen Tages und die Fähigkeit, abends körperliche wie geistige Spannung zu regulieren. Probiere Body Scans oder progressive Muskelentspannung vor dem zu Bett gehen.
  • Esse gekonnt!
    Keine üppigen Abendessen zu später Stunde mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten oder Zucker. Ein hoher Insulinspiegel ist langfristig äußerst ungünstig für optimale Regeneration. Auch Alkohol macht dies. Und die Menge.
  • Abendspaziergang
    Anstelle des Inputs von Fernseher und Werbung machen Dir doch einen kurzen Auslauf und versorge Deinen Körper mit Sauerstoff. So wirst Du ruhiger und Bewegung in der Natur ist genauso meditativ.
  • Dankbarkeit
    Lerne abends in Ruhe den Tag Revue passieren zu lassen. Schreibe Dir fünf Dinge auf, für die Du dankbar bist.
  • F.LUX ist ein Blaulichtfilter für den Computer und lässt die schädigenden Anteile des Lichts für den Schlaf nicht durch, falls Du abends doch nochmal ran musst.

Was Du bei Dir unbedingt beobachten solltest, wenn schlechter Schlaf ein Thema ist:

  • Kaffeekonsum – auch der frühe Kaffee kann den Schlaf beeinflussen
  • Zucker in allen Formen – auch Getreide (Brot, Nudeln, Kuchen) sind Zucker
  • Fernsehen, Smartphone und Bildschirmarbeit nach Sonnenuntergang (F.LUX)
  • Ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, v.a. Magnesium, B6 und 5-HT
  • Darmgesundheit und Bakterienflora

Fazit

Guter Schlaf will gelernt sein. Die vielen Ablenkungen und Einladungen heute, die natürlichen Vorgänge zu übersehen, schaffen in Kürze Unordnung im Organismus. Hier hilft es wiedermal stehen zu bleiben, sich den eigenen Lebensstil anzusehen und dann zu handeln. Denn schließlich steht und fällt mit der Schlafqualität Ihr gesamtes Wohlbefinden. Im Falle der Chronifizierung kann gerne an externe Hilfe gedacht werden, bzw. geh die oben angeführten Punkte durch und lerne so über Dich. Durch die Bereitschaft zur Veränderung kannst Du womöglich wieder fit in den Tag starten. Oft braucht es nicht viel dazu, nur die Entscheidung.

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Michael
Michael

kam über die Physiotherapie zur klinischen Psycho-Neuro-Immunologie. Die eigene Geschichte veranlasste ihn, immer tieferes Verständnis über Geist, Emotion und Nahrung zu erleben und danach herzoffen weiterzugeben. Als "GEN-Schalter" schreibt und inspiriert er hier und öffentlich, um Mut für gesunden Erfolg und selbstbestimmte Freiheit zu machen.