Diese Routinen beruhigen Darm und Hirn

Routinen für Darm und Hirn
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Wie Du mittlerweile vielleicht schon weißt, bin ich ein Freund von Routinen morgens und abends. Nicht, weil ich das so in die Wiege gelegt bekommen habe, sondern weil ich sie in schwierigen Zeiten als äußerst hilfreich erleben durfte. Deswegen sind diese Elemente nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken – auch wenn es mir nun um Welten besser geht. Der anfängliche Widerstand gegen neue Erfahrungen kann da schon hartnäckig sein, doch ein langsames Umstellen in kleinen Schritten bringt Erfolg.

Im Zuge des Prozesses der Gesundwerdung kommst Du nicht daran vorbei, Dein Leben und die Gewohnheiten zu überprüfen. Schließlich hat Dein bisheriges Leben dazu geführt, dass der Status Quo jener ist, der nun belastet und verändert werden mag. Somit sind es die täglichen Routinen, die beachtet werden mögen.

Alltägliche Routinen, die das Leben schwermachen

Haben Du schon mal überlegt, dass es Stress bedeuten kann, morgens aufzustehen, sofort mit dem Essen zu beginnen, die prasselnden Nachrichten über das Radio zu bekommen und parallel vielleicht auch noch die Zeitung zu lesen? Die Routinen sind in den meisten Haushalten gang und gebe, doch die Frage ist, wie Deine Zellen damit zurechtkommen?

Die Informationsflut auf allen Ebenen kann den Fortschritt zu Gesundheit blockieren. Wie soll ein Geist klar auf den Tag ausgerichtet sein, wenn er keine Chance dazu bekommt? Du wirst vielleicht sagen:“ Aber ich habe zwei Kinder und es ist einfach keine Zeit für mich …“ , doch das nehme ich Dir nicht ab. Denn während Du in alltäglichen, gut erlernten Routinen steckst, übersiehst Du, dass Zeit auch anders genutzt werden kann, als von Dir praktiziert.

Oft ist es ein Energiemangel im Gehirn, der keine Veränderung zulässt. Das ist dann genau so wie es klingt: Schwer machbar. Doch auch dafür bist zum Großteil Du selbst verantwortlich, da die tägliche Ernährung und das Bewegungsverhalten keine große Aufmerksamkeit bekommen und Dich eher schwächen, als stärken. Das kann dann den Darm belasten und der Teufelskreis beginnt. Langfristig können Deine Nebennieren ganz schön darunter leiden, da viele Stresshormone viel Substanz fordern.

Somit ist es wieder die Entscheidung für Gesundheit, die ganz am Anfang steht.

Schaffe Räume für neue Routinen

Spätestens, wenn sich Verdauungsbeschwerden häufen und Du das Gefühl hast, das Gehirn macht nicht mehr so richtig mit, sind Änderungen der täglichen Routinen gefragt. Zum Beispiel kann das chronische Zu-viel-Essen ein Thema von Dir sein. Als Kompensation auf den innerlichen Stress, den Du selbst durch Deinen Lebensstil erzeugst. Somit braucht es Ausgleich.

Wie gehst Du das nun am besten an?

Schaffe Dir (kurze) Zeitfenster, Termine für Dich selbst. Im Kalender oder im Kopf. Das sind die Zeiten, wo Du darüber nachdenkst, wie Du die neuen Routinen am besten in die Tat umsetzt. Fang klein an. Nicht gleich Bewegung, Ernährung, Meditation, …

Dann werde aktiv: Teile den Tag in mehrere Stücke und beginne morgens mit 5-10 Minuten nur für Dich. Diese nutzt Du um zu Atmen. Ein und aus. In meinem Artikel über Meditation und Achtsamkeit liest Du darüber, welche Möglichkeiten Du dazu hast. Ja, das heißt, Du nimmst erstmals den ganzen Wind aus den Segeln nach dem Aufstehen.

Im Laufe dieser Veränderung wirst Du feststellen, dass es nach 2-3 Wochen zu einem Teil von Dir werden kann, die Termine mit Dir selbst einzuhalten. Durch das immer wieder Stehenbleiben kommst Du in besseren Kontakt mit Deinen wahren Bedürfnissen und kannst adäquat reagieren. Die neue Routine am Morgen trägt erheblich dazu bei.

Vielleicht stehst Du dann freiwillig früher auf und verlängerst diese Wertschätzung Dir selbst gegenüber noch um ein paar Minuten. Koste es aus. Genieß es.

Auswirkungen der neuen Routinen

Neben der Tatsache, dass durch regelmäßige Ruhemomente der Parasympatikus aktiviert wird und dem Kampf-Flucht Verhalten des Sympatikus entgegensteht, ist es das Gefühl dazu, welches entscheidend zu erleben ist. Du fühlst Dich einfach wohler, auch wenn es anfangs sehr ungewohnt sein mag, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Die Darmtätigkeit und die gesamte Verdauung ist schließlich auch von einem möglichst ausgeglichenem, vegetativen Nervensystem abhängig. Verstopfung und Blähungen können eine Auswirkung von Stress sein und wiederum Darm und Hirn belasten. Das reizt und macht gereizt. Erst wenn in Ruhe die richtige Entscheidung für das für Dich richtige Essen getroffen wird und das Essverhalten überprüft wird, kann auch wieder mehr Ruhe in das System kommen.

Wie Du vielleicht weißt, bist Du häufig Passagier bei der Wahl der Nahrung und auch im Verhalten der Einnahme, wenn Stress an der Tagesordnung steht. Doch durch neue Routinen kannst Du achtsamer in diesem Prozess sein und die richtige Entscheidung für Dich treffen. Dadurch entsteht ein liebevoller Umgang mit Dir selbst. Deine Zellen merken, dass sie Dir wichtig sind und danken Dir dafür.

Nachtrag: Essen ist übrigens nicht so kompliziert, wie es heutzutage scheint. Wenn die Komponente des Gefühls reaktiviert wird, geht es ganz einfach laut dem genialen Felix Olschewski. Back to the roots – Routinen wie eh und je.

Einfach essen: Die beste ...von Felix Olschewskimehr Details

Löse deine Emotionalen Blockladen auf!

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Michael
Michael

kam über die Physiotherapie zur klinischen Psycho-Neuro-Immunologie. Die eigene Geschichte veranlasste ihn, immer tieferes Verständnis über Geist, Emotion und Nahrung zu erleben und danach herzoffen weiterzugeben. Als "GEN-Schalter" schreibt und inspiriert er hier und öffentlich, um Mut für gesunden Erfolg und selbstbestimmte Freiheit zu machen.